
Vermutetes finanzielles Defizit sorgt für Unruhe hinter den Kulissen bei Xbox
Diese Markteinschätzungen werfen ein Licht auf die Situation von Compulsion Games, insbesondere jetzt, da das Studio mit schweren Gerüchten über eine Umstrukturierung konfrontiert ist, die von der Unabhängigkeit des Teams bis hin zur vollständigen Schließung der Türen reichen. Microsoft hat keine konkreten Informationen über deren Zukunft preisgegeben, aber es ist Fakt, dass die Besitzerin von Xbox das Engagement vieler ihrer Zweitentwickler neu beurteilt. Diese ganze Diskussion hat auf den sozialen Medien Fahrt aufgenommen, nachdem der Anwalt Simon Pulman, ein Experte in der Unterhaltungsindustrie, einen Vergleich zwischen Produktionskosten und geschätzten Verkaufszahlen großer Neuerscheinungen dieses Jahres auf LinkedIn veröffentlicht hat. Sein Bericht stellte South of Midnight, Stellar Blade und Kingdom Come: Deliverance 2 gegenüber, was große Unterschiede im Ressourcenmanagement aufzeigte.
Zum Vergleich: Das RPG von Warhorse Studios, Kingdom Come: Deliverance 2, kostete etwa 40 Millionen US-Dollar für Entwicklung und Werbung, erzielte damit jedoch beeindruckende 5 Millionen verkaufte Einheiten. Ein weiteres Highlight war Stellar Blade, der exklusive Titel für PlayStation, der mit etwa 50 Millionen US-Dollar produziert wurde und bereits 6 Millionen verkaufte Kopien angesammelt hat. Es wird deutlich, dass diese Projekte den Umfang und das Budget gut ausbalancierten, was zu einem gesunden Kosten-Nutzen-Verhältnis führte, das dem Titel der Microsoft-Plattform offenbar fehlte.

Der zentrale Punkt ist, dass South of Midnight mehr als 100 Millionen US-Dollar gekostet haben soll, um entwickelt und beworben zu werden, eine enorm aufgeblähte Summe für ein neues geistiges Eigentum, das nicht das erwartete Engagement erreichte. Pulman weist darauf hin, dass das Spiel nur 500.000 Exemplare verkauft hat. Wenn wir den vollen Preis von 39,99 US-Dollar nehmen und mit dieser Anzahl multiplizieren, kommt man auf einen Bruttoeinnahmewert von 20 Millionen US-Dollar. Die einfache Rechnung zeigt ein theoretisches Defizit von 80 Millionen US-Dollar, was die Gefahr dieser aktuellen Besessenheit der Branche für hollywoodartige Budgets aufzeigt, die sich selten auszahlen.
Es ist klar, dass die Präsenz des Spiels im Xbox Game Pass seit dem ersten Tag diese Berechnung erheblich kompliziert. Die Abonnementgebühren könnten den Schlag mildern, aber das Unternehmen legt niemals Details über diese Übertragungen offen. Unabhängig davon ist unbestreitbar, dass der direkte Verkaufsrücklauf enttäuschend war. Keine der beteiligten Marken hat die Informationen bestätigt, daher sollte alles vorerst als Schätzung behandelt werden. Die Erwartung ist nun, wie die Führung der Spieleabteilung auf diesen scheinbaren kommerziellen Fehltritt bei den nächsten Planungstreffen reagieren wird.



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